3. Preis: Berufliches Schulzentrum Waldkirch

79183 Waldkirch, Merklinstrasse 21
Tel.: 07681 479320
» www.bsz-waldkirch.de
eMail: » kleinboeck@bsz-waldkirch.de
Schulleiter: OStD Helmut Kleinböck
Projektleitung: Johannes Dilger, Wolfram Schmid, Dieter Urban – OStR’e
Kurzbeschreibung der interkulturellen Projekte
Die Schule zeichnet sich durch Innovationsfreude und Weitblick aus. Bereits im Schuljahr 1986 / 1987 wurde eingebunden in der Städtepartnerschaft Waldkirch Selestat / Frankreich eine Schulpartnerschaft der beiden kaufmännischen Schulen mit Schüleraustausch im Einzelhandel mit Beschäftigung in Einzelhandelsgeschäften vereinbart. Mit diesem Projekt der Völkerverständigung, das seitdem kontinuierlich fortgesetzt wird und auf den Vollzeitbereich mit weiteren interkulturellen Projekten ausgedehnt wurde, war die Schule Vorreiter in Baden und im Elsass. Die an beiden Schulen vorgehaltenen Fremdsprachenangebote, - Deutsch in Selestat und Französisch in Waldkirch – werden von den Berufsschülern freiwillig genutzt. Die in Zusammenarbeit mit der Academie de Strasbourg wiederholt durchgeführten Fortbildungsveranstaltungen für Lehrkräfte aus ganz Frankreich sind Folgeprojekte dieser Partnerschaft, die vom deutsch-französischen Jugendwerk, durch EU-Programme, vom französischen Kultusministerium und auch vom Förderverein der Schule finanziell unterstützt wird.
Bezeichnend für die Schule ist auch, das sie bereits ab 1986 wiederholt Klassenfahrten in die DDR organisierte und unmittelbar nach der Wende 1989 / 1990 mit der Kaufmännischen Schule Annaberg-Buchholz in Sachsen eine Kooperation anbahnte, um Hilfe zur
Selbsthilfe bei der Anpassung der Lehrpläne an das System der sozialen Marktwirtschaft zu leisten. Lehrkräfte und Schüler lernten so ‚by doing’ wie sich Kulturen innerhalb von nur 40 Jahren auseinander entwickeln können und wie schwierig die Anpassungsprozesse verlaufen.
Kernbereich der interkulturellen Kontakte ist die Schulpartnerschaft mit der Kaufmännischen Schule in Kaohsiung / Taiwan, die bereits 1985 angebahnt und im Mai 1987 offiziell besiegelt wurde. Es war die erste Partnerschaft mit einer Nationalchinesischen Schule in Deutschland. Seitdem gibt es einen regen und kontinuierlichen Schüleraustausch sowie gegenseitige Besuche von Lehrerdelegationen. In diesen Austausch- und Besuchsprogrammen sind die örtliche Politik, Verwaltung, Wirtschaft und Vereine mit eingebunden.
Das deutsche duale Ausbildungssystem findet bei den Gästen besonderes Interesse und führte inzwischen zu einem vergleichbaren Bildungsgang für Hotelkaufleute an der Partnerschule.
Ein Höhepunkt dieser Schulpartnerschaft war das musikalisch-kulturelle Projekt ‚European music meets Asian music’, in dem die Berufskollegklassen in Zusammenwirken mit dem örtlichen Musikverein ein beeindruckendes gemeinsames öffentliches Konzert mit der Partnerschule organisiert haben.
Während der dreiwöchigen Austauschreisen leben die Schüler stets in Gastfamilien und nehmen begleitet von vier bis sechs Lehrern am regulären Schulbetrieb teil.
Diese Austauschprojekte haben das Interesse an der englischen Sprache enorm gesteigert, so dass eine steigende Zahl von Schülern die Möglichkeit der Zusatzprüfung zum KMK-Fremdsprachen-Zertifikat erfolgreich wahrnimmt.
Da es sich hier um eine kleine ländliche Schule mit nur 30 Klassen und 730 Schülern handelt sind Dauer, Kontinuität und Umfang der interkulturellen Projekte bemerkenswert, ebenso die umfassende Resonanz in der örtlichen Presse.
