Berufsschulpreis 2008
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Eine zunehmende Anzahl leistungsstarker und leistungsbereiter junger Leute mit Fachhochschulreife und Abitur entscheidet sich für eine duale Berufsausbildung in kaufmännischen Ausbildungsberufen mit wöchentlich 12 – 14 Stunden Berufsschulunterricht. Diese Schulzeiten gilt es optimal zu nutzen, zumal die zu vermittelnden Inhalte der Rahmenlehrpläne wegen des unbeschränkten Zugangs zur Berufsausbildung sich am Leistungsvermögen von Schülern mit Haupt- und Realschulabschluss orientieren. Folglich werden leistungsstarke Schüler tendenziell unterfordert.
Aber auch die Inhalte der Ausbildungsordnungen, die für alle Ausbildungsbetriebe bindend sind, orientieren sich i.d.R. am durchschnittlichen Ausbildungsvermögen von Betrieben. Deshalb war es bislang auch nicht durchsetzbar, z.B. die von vielen Betrieben vehement geforderte Ausbildung in Fremdsprachen in die Ausbildungsordnungen aufzunehmen. „Die Schule soll es dann machen“, ist sowohl resignierend, als auch erwartungsvoll zu vernehmen.
Mit dem Berufsschulpreis 2008 will die Stiftung kaufmännische Schulen bzw. kaufmännische Fachbereiche von Bündelschulen prämieren, die durch ein vielfältiges und differenziertes Angebot von zertifizierten Zusatzqualifikationen leistungsstarken Berufsschülern ein Plus für den Start ins Berufsleben vermitteln
Kriterien für die Preisverleihung
- Anzahl, Inhalte und Umfang (Jahreswochenstunden) der Zusatzangebote
- Kontinuität über längere Zeiträume
- Anzahl und Art der erteilten Zertifikate
- Leistungsnachweise, Facharbeiten, schriftliche und mündliche Prüfungen
- schulinterne fachbereichsübergreifende Verknüpfungen
- Einbindung der Ausbildungsbetriebe
- Einsatz von Internet und Lernplattformen
- Kooperationen mit externen Bildungsträgern
- Zusammenarbeit mit Kammern und Verbänden
- Auslandspraktika, interkulturelle Aspekte
- Anrechnungsmöglichkeiten auf weiterführende Bildungsgänge
