Wirtschaftspädagogikpreis 2009/10
Innovationen in der Kaufmännischen Bildung
© Rainer Sturm / PIXELIO
Bewerberkreis und Erwartungshorizont
Das kaufmännische Bildungswesen hat sich in den letzten Jahrzehnten sowohl im Teilzeit- als auch im Vollzeitbereich hervorragend entwickelt. Dabei waren die Lehrer- und Wirtschaftsverbände, die Schulverwaltungen, Studienseminare und Lehrstühle der Wirtschaftspädagogik stets verlässliche Impulsgeber.
Ziel aller Entwicklungen und Maßnahmen war stets, die Kaufmännischen Schulen und die Ausbildungsbetriebe fit für zukünftige Anforderungen an eine qualifizierte kaufmännische Schul- und Berufsausbildung zu machen. Dabei lag es in der Natur solcher Entwicklungsprozesse, dass einige Länder, Schulen und Ausbildungsbetriebe die ‚Nase’ vorne hatten, Anregungen für Innovationen gaben und sich z.B. für entsprechende Schulversuche zur Verfügung stellten.
Für die kaufmännische Berufsbildung sind diese Entwicklungen Herausforderung und Chance zugleich: Die kaufmännischen Schulen müssen mit ihren Bildungsinhalten auf die neuen Gegebenheiten und Anforderungen reagieren und haben gleichzeitig die Möglichkeit, innovative Impulse für eine zukunftsorientierte wirtschaftsberufliche Bildung zu setzen. Dies muss und wird sich auch im Studium der zukünftigen Lehrerinnen und Lehrer für kaufmännische berufsbildende Schulen niederschlagen, indem sich die Studierenden der Wirtschaftspädagogik bereits frühzeitig mit dieser Thematik auseinandersetzen.
Mit dem Wirtschaftspädagogikpreis 2009 / 2010, der im Februar 2010 zum zweiten Mal von der Stiftung Wirtschaft und Erziehung vergeben wird, sollen exzellente Examensarbeiten im Rahmen des o. a. Themenkreises ausgezeichnet werden, die mit dazu beitragen, die Innovationsfreudigkeit und –fähigkeit in der kaufmännischen Berufsbildung zu fördern.
Kriterien der Preisverleihung
sind, neben der Bewertung der Examensarbeit durch die Universität, die in Bezug auf die Thematik des Wirtschaftspädagogik-Preises
· erworbenen wirtschaftsberuflichen Kompetenzen und Erfahrungen,
· gewonnenen innovativen Erkenntnisse,
· herausgearbeiteten Möglichkeiten zur Förderung von innovativen Prozessen,
· dargestellten Reformperspektiven für das kaufmännische Berufsbildungssystem,
· hergestellten Bezüge zur betrieblichen Praxis und zur Umsetzung im Unterricht,
· aufgezeigten Implementierungsbedingungen
An Preisen werden vergeben: 1. Preis € 3.000,--
zwei 2. Preise à € 2.000,--
drei 3. Preise à € 1.000,--
Über die Vergabe und Rangfolge der Preise entscheidet eine unabhängige Jury, besetzt mit Persönlichkeiten aus Wissenschaft, Wirtschaft und wirtschaftsberuflicher Bildung, unter Ausschluss des Rechtsweges.
Einsendeschluss ist der 01. Dezember 2009. Die Preisverleihung findet zum Ende des Wintersemesters 2009/ 2010 statt. Die Preisträger erhalten nach der Jurysitzung umgehend Nachricht über Ort, Zeit und Modalitäten der Preisverleihung.
Die eingereichten Unterlagen gehen in den Besitz der Stiftung über, die berechtigt ist, die Ergebnisse des Wettbewerbs in der Zeitschrift des Bundesverbandes der Lehrerinnen und Lehrer an Wirtschaftsschulen ‚Wirtschaft und Erziehung’ sowie auf der Homepage der Stiftung und in Sonderschriften zu veröffentlichen.

